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East Coast

 

Ich hoffe, dass ich noch alles zusammen bekomme. Ist zwar noch nicht sooo lange her seit meinem letzten Blogeintrag, aber ich hab so viel erlebt, dass ich bestimmt ein paar Seiten zusammenbekomme.


Nach einer 6-stündigen Busfahrt bin ich mittags um eins in Noosa angekommen. Noch an der Bushaltestelle hat mich ein Mädel aus Norwegen (die mit mir im Bus saß angesprochen und gefragt, in welchem Hostel ich wohne. Ich hab ihr dann gesagt, dass ich im Nomads Noosa wohne und sie hat zufällig auch dort gebucht. Wir sind dann zusammen losgelaufen und haben das Hostel gesucht. Nach einer kurzen Strecke Gepäck schleppen, haben wir auch schon das Hostelschild gesehen. Nachdem wir eingecheckt haben, haben wir uns für abends wieder verabredet. Den restlichen Tag hab ich bei heißem Wetter im Hostel am Pool verbracht.

Abends hab ich mich mit Martine wieder getroffen und wir sind in die Hostelbar gegangen, weil es dort ein Angebot für kostenloses Essen gab, wenn man einen Jug Bier bestellt. Nachdem wir beide jeweils einen Liter Bier getrunken haben, wurden wir redselig und haben stundenlang gequatscht. Tat mal richtig gut, sich mit jemandem so lange auf Englisch zu unterhalten und ich muss zugeben, dass mein Englisch um einiges besser ist, wenn ich Alkohol getrunken hab. Irgendwann kam ein Typ und meinte, wir dürften nicht mehr draußen sitzen und wir sollten doch bitte reingehen. Wir haben uns in die Bar gesetzt und uns dort weiter unterhalten. Da die Musik total laut war und ich am nächsten Morgen ganz früh rausmusste, sind wir dann auch bald ins Bett gegangen, haben uns aber für den nächsten Abend wieder verabredet.

Morgens um sechs hat dann mein Wecker geklingelt und ich musste aufstehen. Ein Nachteil bei dem vielen Reisen ist, dass man nie ausschlafen kann. Um 06:45 Uhr hat mich der Adventure-Tour Bus für meinen Tagesausflug nach Fraser Island abgeholt. Nachdem wir ein paar Stops eingelegt haben, um die Leute für die Tour einzusammeln (hauptsächlich Familien mit Kindern), hat mich der Fahrer gefragt, ob ich nicht vorne sitzen möchte. Da hab ich nicht nein gesagt, weil man von vorne durch die riesige Frontscheibe natürlich den besten Ausblick hatte. Nachdem ich nach vorne umgezogen bin, gings weiter. Wir sind erst eine Weile gefahren und haben dann einen Frühstücksstopp eingelegt. Nachdem wir alle Kaffee, Tee, Orangensaft und Kuchen bekommen haben, gings weiter zum Rainbow Beach von wo aus wir mit der Fähre auf Fraser Island gefahren sind. Auf dem Weg dorthin sind wir durch verschiedene Landschaften gefahren und da ich ganz vorne saß und so einen tollen Ausblick hatte, hatte ich auch das Glück, die Tierwelt besser zu sehen. In einer Kurve saß im Sand eine große (vielleicht 30cm) Echse, die aber leider im Gebüsch verschwunden ist, als wir vorbeigefahren sind. Und ein paar Minuten später ist uns ein Wallaby (kleines Känguru) über den Weg gehopelt. Leider konnte ich keine Fotos machen, weil alle Tiere immer so schnell verschwunden sind. Als wir auf Fraser Island angekommen sind, hab ich auch verstanden, warum der Bus so extrem hoch und abenteuermäßig aussieht. Wir sind mit dem Bus eine Weile am Strand entlanggefahren und irgendwann ins Landesinnere abgebogen. Die kompletten Straßen auf Fraser Island bestehen nur aus Sand, aber nicht aus plattgefahrenem Sand sondern aus weichem, bergigem Sand. Die Fahrt war total holprig und schlimmer als Achterbahn fahren. Nach einer weiteren holprigen langen Fahrt sind wir dann im Regenwald angekommen. Dort sind wir eine Weile rumgelaufen und der Guide hat uns etwas über den Regenwald und die verschiedenen Bäume erklärt. Da ich ständig nach Spinnen geguckt hab, konnte ich mich nicht wirklich konzentrieren. Nachdem wir wieder am Bus waren, sind wir weiter zum Lake McKenzie gefahren. Dort durften wir uns eine Stunde aufhalten und schwimmen gehen und sollten dann wieder oben bei der BBQ-Stelle sein um zu Mittag zu essen. Das war das erste Mal in Australien, dass ich türkisfarbenes Wasser gesehen hab. Der See und die Landschaft waren total schön. Eigentlich hatte ich mein Buch mitgenommen, dass ich am See ein bisschen lesen kann, aber ich war so mit der Landschaft beschäftigt, dass ich das Buch gar nicht gebraucht hab. Nach einer Stunde bin ich dann hoch zur BBQ-Stelle gelaufen und dort gab es dann Lunch. Es gab Steaks, Fisch und Salate. War total lecker! Der Fahrer hat uns vorher schon gewarnt und erklärt, wie wir uns verhalten sollen, wenn wir Krokodile oder Dingos (wilde Tiere, die aussehen wie Hunde) sehen. Andere Tiere wie Kängurus gibt es auf Fraser Island nicht. Ich wollte unbedingt Dingos sehen, den Krokodilen wollte ich nicht unbedingt in freier Natur ohne Zaun drumrum über den Weg laufen. Nach dem Lunch hatte ich die Hoffnung schon fast aufgegeben, dass ich überhaupt irgendein Tier sehe. Als wir schon alle auf dem Weg zum Bus waren, um uns auf dem Heimweg zu machen, ist uns doch tatsächlich ein Dingo über den Weg gelaufen. Die sind total süß und sehen wirklich aus wie Hunde. Man möchte sie am liebsten knuddeln. Aber der Guide hat uns erklärt, dass Dingos gefährlich werden können. Man soll ihnen aus dem Weg gehen und am besten in der Gruppe eng beieinander bleiben. Nachdem jeder etliche Fotos von dem Dingo geschossen hat, sind wir wieder in den Bus gestiegen und haben uns auf den Rückweg gemacht. Zwischendurch mussten wir mal anhalten, weil ein Auto (man kann auch privat mit dem Auto auf die Insel fahren, wird aber nicht empfohlen wegen der sandigen Strecken) im Sand stecken geblieben ist und den ganzen Verkehr aufgehalten hat. Nachdem ein paar Helfer das Auto befreit haben, gings auch schon weiter. Auf dem Rückweg hab ich ein paar anderen Leuten den Platz vorne angeboten. Ich muss ja nicht beide Strecken mit toller Aussicht genießen. Zurück auf dem Festland haben wir noch einen Zwischenstopp an einem Strand eingelegt und gegen sieben war ich endlich wieder im Hostel. Der Ausflug war total schön, aber ich hab mir unter dem „hochgelobten“ Fraser Island doch mehr vorgestellt. Da jeder so davon geschwärmt hat, waren meine Erwartungen vielleicht auch einfach zu hoch. Im Hostel ist mir auch gleich Martine über den Weg gelaufen. Sie meinte, dass sie noch mit ihrer Familie skypen will und wir uns danach ja wieder treffen können. Ich hab sie an dem Abend leider nicht mehr gesehen, weil ich so fertig war, dass ich um neun ins Bett gefallen bin. Wirklich schlafen konnte ich leider auch nicht in einem 16-Bett-Zimmer mit lauter betrunkenen Kerlen und schnatternden Weibern.

Am nächsten Tag gings mir wieder total schlecht wegen Schlafmangel und eiskalter Klimaanlage im Zimmer. Ich wollte einen ruhigen Tag einlegen und mal durch Noosa laufen und an den Strand gehen. Ich hab den Vormittag im Hostel verbracht und bin dann mittags (eigentlich total doof bei sengender Hitze) losgelaufen. Ich bin zuerst in die berühmte Hastings Street gelaufen. Eine Shopping- und Fressmeile und bin da durchgelaufen und danach bin ich noch ein bisschen am Strand entlang gelaufen. Dort war bei dem Wetter natürlich die Hölle los. Da es mir zu heiß war (dort gab es keine einzige schattige Stelle) und es mir sowieso nicht gut ging, bin ich wieder zurück ins Hostel gelaufen und hab mich dort in den Schatten gesetzt und gelesen. Abends hab ich Martine wieder getroffen, die mich morgens um acht gesucht hat, um mich zu fragen, ob ich mit an den Strand will. Aber um acht war ich noch im Tiefschlaf. Der erste Tag seit langem, wo ich mal ausschlafen konnte. Wir haben uns dann noch ein bisschen zusammengesetzt und sind dann ins Bett gegangen. Sie musste morgens früh raus, weil ihr Bus schon um halb neun ging und ich musste am nächsten Tag auch auschecken und noch meine Sachen für die Segeltour packen. Im Zimmer hab ich dann alles für 2 Tage/2 Nächte segeln gepackt und bin dann ins Bett. Am nächsten Morgen bin ich extra früh aufgestanden, um mich von Martine zu verabschieden und hab in Ruhe gefrühstückt und um 10:00 Uhr ausgecheckt. Da mein Bus erst abends um 17:10 Uhr ging, hab ich mein Gepäck im Hostel gelassen und bin dann nochmal in der Stadt rumgelaufen. Da Noosa nicht sehr groß ist, wurde das auch irgendwann langweilig und ich bin wieder ins Hostel gegangen und hab den restlichen Tag mit Lesen und Blog schreiben verbracht. Eigentlich tat es mal gut, ein paar ruhigere Tage zu haben, aber irgendwie wird mir immer doch schnell langweilig, wenn ich nur rum sitze.

Gegen halb fünf hab ich dann mein Gepäck geholt und bin zur Bushaltestelle gelaufen. Eigentlich hat das Hostel einen kostenlosen Shuttle-Service, aber die Bushaltestelle war nicht so weit und ich war mittlerweile gewohnt, mein Gepäck zu schleppen. Und die Bewegung tat auch gut, da ich ja dann wieder stundenlang im Bus sitzen musste.

Um kurz nach fünf kam der Bus und ich hab es mir für die 16-stundenlange Fahrt einigermaßen gemütlich gemacht. Soweit das eben geht, wenn der komplette Bus voll ist und man kaum Platz hat, um sich auszustrecken. Die Fahrt war die Hölle. Ich hab wieder kaum geschlafen und mir taten die Beine, der Nacken und der Rücken total weh. Morgens um kurz nach neun bin ich dann endlich in Airlie Beach angekommen. Da ich dort kein Hostel gebucht hatte, da es an dem Tag noch aufs Segelboot ging, hab ich das Office meiner Touragentur gesucht und konnte zum Glück auch gleich einchecken und mir wurde erklärt, wo ich wann sein soll. Ich hab vom Peterpans Office in Sydney (wo ich meine komplette Tour gebucht hab) einen Voucher bekommen, um mein Gepäck während meiner Segeltour dort kostenlos lagern konnte. Ich bin dann zum Peterpans Office gelaufen, konnte aber leider erst um 10:00 Uhr mein Gepäck lagern (da gibt es tatsächlich Uhrzeiten, wann eine Tür aufgeschlossen wird). Da es erst halb zehn war, hab ich dort noch für eine halbe Stunde das kostenlose Internet genutzt und um zehn mein Gepäck (bis auch meine Segeltasche) abgegeben. Da ich erst mittags um eins am Hafen sein musste, hab ich mich ein bisschen in Airlie Beach umgeschaut und hab mich danach ein bisschen ans Meer gesetzt. Da ich aber nach zehn Minuten komplett nass geschwitzt war, bin ich dann doch besser wieder rum gelaufen. Direkt am Meer war ein kleiner Markt, über den ich gelaufen bin und danach hab ich mich wieder in den Schatten gesetzt. Die Hitze war echt unerträglich. Ich weiß, in Neuseeland hab ich mich beschwert, weil ich gar keinen Sommer hatte, aber zu heiß ist auch nicht gerade angenehm. Nachdem ich mich auf einer öffentlichen Toilette umgezogen hab (so wenig Kleidung wie möglich), gings dann schon besser. Gegen halb zwölf hab ich mich dann auf den Weg zum Hafen gemacht. Die Strecke ging direkt am Meer entlang (leider in der prallen Mittagshitze). Auf dem Weg dorthin ist mir noch einer meiner 5$-Flipflops kaputt gegangen und ich hab noch einen Laden gefunden, in dem ich mir noch schnell neue Flipflops kaufen konnte. Leider gibt es in Australien keine 5$-Warehouse-Flipflops und ich musste doch etwas mehr Geld hinlegen. Aber dafür sollten sie nicht so schnell kaputt gehen. Die anderen Flipflops hab ich in den Müll geworfen und bin weiter zum Hafen gelaufen. Nach 30 Minuten in der Hitze bin ich endlich angekommen. Dort hab ich am Treffpunkt gewartet bis es endlich losgeht. Ich war schon total aufgeregt, weil ich noch nie segeln war. Langsam haben sie die ganzen Leute am Treffpunkt versammelt und man konnte schon mal gucken, mit wem man die nächsten Tage verbringt. Es waren ausschließlich junge Leute.


So, erst mal bis hierhin, damit ihr schon mal was zu lesen habt. Aber da kommt noch viiiiiieeeeeel mehr.


Bis dahin


Eure Anni

22.4.12 14:08

bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


(13.5.12 22:44)
Hallo Anni,
nun brauche ich wohl nicht mehr auf einen neuen Bericht einstellen,denn in Gedanken bist Du sicher schon fast auf dem Heimweg - oder? Wir freuen uns,wenn wir Dich wieder in die Arme schließen können,Dich Abenteuerin.Bis bald !!
Ganz liebe Grüße Helga und Toni

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