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Australien

Nach ungefähr 3 ½ Stunden Flug bin ich dann endlich in Sydney gelandet. In Neuseeland musste ich für 10$ noch ein Visum beantragen (ich dachte, dass man bis zu 3 Monate ohne Visum in Australien bleiben kann), das niemand sehen wollte. Weder in Neuseeland noch in Australien am Flughafen. Keine Ahnung, was das sollte.

In Sydney hab ich dann erst mal mein Gepäck abgeholt und hab als erstes an einem Exchange-Schalter mein Geld gewechselt und mir eine große Flasche Wasser gekauft. Im Flugzeug gab es nichts zu essen und die Crew ist nur einmal mit Getränken rumgelaufen. Ich war am Verdursten, aber wenigstens war der Flug billig.

Danach bin ich an einen Info-Schalter und hab gefragt, was die günstigste Möglichkeit ist, um in mein Hostel zu kommen. Der Typ am Schalter meinte dann, das es einen kostenlosen Shuttle-Service zum Hostel gibt und hat mir gezeigt, wo der abfährt. Ich hab mich dann dort hingestellt und gewartet. Da stand schon ein Mädchen und hat auch auf den Shuttle-Bus gewartet. Wir sind ins Gespräch gekommen und nach bestimmt 10 Minuten, in denen wir uns auf Englisch unterhalten haben, haben wir festgestellt, dass wir beide aus Deutschland kommen. Was für ein Zufall! Die erste Person, mit der ich mich in Australien unterhalte, kommt natürlich aus Deutschland. Man hat ihr aber nicht angehört, dass sie aus Deutschland kommt. Ich hab sie dann gefragt, warum ihr Englisch so gut ist und sie meinte, dass sie die letzten 2 Jahre in Irland gearbeitet hat. Vielleicht sollte ich das auch machen. Nein, war nur ein Spaß! Ich will ja nicht, dass bestimmte Leute, die das lesen, einen Schock bekommen. Gell, Mama!

Naja, auf jeden Fall hat mein Vorhaben, Deutschen in Australien aus dem Weg zu gehen, schon in den ersten Minuten versagt. Jane, das deutsche Mädel, war aber total nett und wir haben uns ewig unterhalten. Irgendwann kam dann der Shuttle-Bus und wir wurden in den jeweiligen Hostels verteilt.

Im Nomads Westend Backpackers angekommen, konnte ich zum Glück gleich ins Zimmer. Ich hab meine Sachen aufs Bett geschmissen und hab erst mal die Gegend um das Hostel rum erkundet. Also Sydney ist zwar eine tolle Stadt, aber auch total dreckig. In Neuseeland stehen alle 10 Meter Mülleimer und den ganzen Tag laufen Leute rum, die den Müll aufsammeln. In Sydney steht alle paar Kilometer mal ein Mülleimer und dementsprechend sieht es auch aus. Das Hostel, das ich gebucht hab, ist in Chinatown also nicht wirklich der schönste Punkt in Sydney. Aber es war das günstigste Hostel, das ich finden konnte. In Sydney leben sogar noch mehr Asiaten als in Auckland und fast jedes Geschäft hat unter dem Logo noch die asiatische Übersetzung stehen.

Nachdem ich ein paar Stunden durch Sydney gelaufen bin, war ich so müde, dass ich schon total früh ins Bett gegangen bin. Vorher hab ich mir in der Horror-Küche noch eine Suppe gemacht, die ich allerdings in der Mikrowelle gekocht hab, weil einfach alles soooooo ekelhaft war. Ich versteh nicht, warum manche Backpacker nicht einfach alles wieder sauber machen, was sie dreckig gemacht haben. Das war auch das erste und letzte Mal, dass ich diese Küche benutzt hab. Ich wär lieber verhungert, als irgendwas mit den dortigen Utensilien zu kochen. Bäh!

Am nächsten Morgen war ich schon um sieben Uhr morgens wach. Ich hab mich angezogen (endlich kurze Hose und Top!!!) und wollte endlich die Oper sehen. Ich hab mir im Hostel einen Stadtplan geholt und mich auf den Weg gemacht. Ich bin ein ganzes Stück gelaufen und irgendwann um eine Ecke gebogen. Mir ist echt die Luft weggeblieben, als die Oper endlich aufgetaucht ist. Das war so ein komisches Gefühl. Ich hätte am liebsten losgebrüllt vor lauter Freude. Ich muss ja ehrlich sagen, dass ich das alleine reisen wirklich genieße, aber in dem Moment hätte ich mir jemanden gewünscht, mit dem ich das Gefühl teilen kann. Ich glaub, ich hab sogar mit mir selbst geredet. Ich hab mich dann irgendwo gegenüber der Oper hingesetzt und bestimmt Millionen Fotos gemacht und einfach nur ans andere Ufer gestarrt und gegrinst. Und da Fotos machen, wenn man alleine ist, auch nicht so einfach ist, hab ich einfach irgendwelche Leute angesprochen, ob sie ein Foto von mir machen können, mit der Oper im Hintergrund.

Nachdem ich mich eine Weile dort aufgehalten hab, bin ich am Hafen entlang zur Oper hin gelaufen. Aus der Nähe sah es noch gigantischer aus. Ich glaub, ich hatte die ganze Zeit über ein dickes, fettes Grinsen im Gesicht. So schön es in Neuseeland auch war, aber dieses Gefühl hatte ich dort nicht. Liegt vielleicht auch daran, dass ich diese Oper in Sydney schon immer mal live sehen wollte. Nachdem ich dort eine Weile rumgelaufen bin, bin ich in den benachbarten „Royal Botanic Garden“ gelaufen. Dort war ich allerdings nicht wirklich lange. Ich hab ja seit ich in Australien angekommen bin nicht ein einziges Mal an irgendwelches Viehzeug gedacht. Und im Botanischen Garten ist mir doch prompt eine Riesenspinne ins Auge gesprungen. Sie hing in einem Baum in ihrem Netz und war bestimmt 10 Meter von mir entfernt. Aber da ich sie sogar aus dieser Entfernung sehen konnte, war sie für mich riesig. Die Spinne war höchstens sieben oder acht Zentimeter groß, also für australische Verhältnisse eine eher kleine Spinne, aber für mich wars eine Ausgeburt der Hölle. Ich hab sofort den nächsten Ausgang gesucht und bin wieder ins Stadtzentrum gelaufen. Mich hats den restlichen Tag überall gekribbelt und immer wenn der Wind ein paar Blätter über die Straße gefegt hat, hab ich gedacht, da läuft eine Riesenspinne hinter mit her. Ich weiß, dass ist total bekloppt, aber ich hab echt eine panische Angst vor den Biestern. Ich hab dann auch überall Ausschau gehalten, aber zum Glück keine mehr gesehen.

Ich hatte einen Tag vorher im Internet die Adresse für das Peterpans Office rausgesucht und bin dann dort bestimmt 1 ½ Stunden hin gelaufen. Peterpans ist eine Travel-Agentur für Backpacker. Die helfen dir beim Zusammenstellen deiner Touren und buchen alles für dich. Das hab ich von mehreren Backpackern empfohlen bekommen. Gegen zwölf bin ich dort angekommen und wurde gleich an den Tisch von Emma gesetzt. Ich hab ihr dann erklärt, wie viel (oder besser wie wenig) Zeit ich hab und was ich alles sehen will. Wir haben dann stundenlang einen Plan zusammengestellt und nachdem ich ihr mein Budget genannt hab (wir waren bereits 1500$ über meinem Budget), haben wir den Plan noch ein bisschen umgeworfen und billigere und kürzere Touren daraus gemacht. Als wir fertig waren, war ich trotzdem noch 1000$ über meinem Budget. Aber man ist ja nur einmal hier und deswegen wollte ich eigentlich alles sehen, was ich mir vorgenommen hab. Ich spare dann eben beim Essen. Im Moment ernähre ich mich von Äpfeln, Reiscrackern und Tütensuppen. Ist schön billig!

Nachdem der Plan feststand, hat Emma überall angerufen, um den Bus, den Flug, die Touren und die Übernachtungen zu buchen. Ich hab am Ende für alles zusammen 2414$ bezahlt. Weit über meinem Budget, aber immer noch günstig für das, was ich alles gebucht hab. Nach 6 Stunden hab ich ENDLICH das Peterpans Office mit sämtlichen Vouchern in der Hand und einer dicken Umarmung (die 5. an dem Tag) von Emma verlassen. Das war anstrengender als einen Tag durch Sydney zu laufen. Ich wollte dann nur noch zurück ins Hostel und nix mehr machen. Im Hostel angekommen bin ich in mein Zimmer und hab den ganzen Abend mit meinen Zimmergenossen gequatscht. Ich war mal ausnahmsweise die einzige Deutsche im Zimmer, was mal ganz angenehm war. Mit mir im Zimmer war Emma (schon wieder) aus England, Cassio und Davi aus Brasilien (ein schwules Pärchen – total süß, Oli aus England und ein Italiener, dessen Namen ich vergessen hab. Die waren alle total nett und nicht so abgedreht wie die meisten Backpacker. Wobei Emma und Oli jeden Abend weggegangen sind, um sich zu besaufen (Engländer halt). Emma kam meistens erst am nächsten morgen gegen elf wieder heim. Ich weiß nicht, warum sie die Übernachtung für das Hostel bezahlt.

Die beiden Brasilianer haben an dem Abend erzählt, dass sie gegen Mittag am Kino vorbei gelaufen sind und da war eine riesige Menschenmasse. Sie haben sich dann gefragt, was da ist und sind ins Kino reingegangen. Dort stand doch tatsächlich Hugh Grant und hat Autogramme gegeben und die Brasilianer standen keine 2 Meter von ihm entfernt. Und ich Schaf bin auch an dem Kino vorbeigelaufen und hab mich noch gewundert, warum da so viel los ist. Aber meine Neugier war nicht groß genug, um mich da durchzudrängeln. Wenn ich das gewusst hätte! Eigentlich mag ich Hugh Grant gar nicht, aber wenn man einen Promi aus nächster Nähe sehen kann, dann wär mir sogar David Hasselhoff ganz recht. Und den mag ich noch weniger.

Naja, da hab ich draus gelernt. Wenn ich das nächste Mal eine große Menschenmenge sehe, bin ich die Erste, die da hinstürmt. Aber ich kann immerhin sagen, dass ich ganz bei ihm in der Nähe war, auch ohne es zu wissen.

Ich bin also nach dem langen Gespräch früh ins Bett gegangen und am nächsten Morgen wieder genauso früh aufgewacht. Da ich einen anstrengenden Tag vor mir hatte, bin ich auch schon relativ früh losgelaufen. Als erstes bin ich zum Darling Harbour gelaufen. Das ist ein anderer Hafen, der total schön angelegt sein soll. Dort bin ich ein bisschen rumgelaufen und hab mir alles angeguckt. Danach bin ich zur Harbourside (wie eine Shopping-Mall) gelaufen und hab das Hard Rock Cafe entdeckt. Es war wirklich total schön da, aber nichts wo man sich länger aufhalten könnte. Danach bin ich nochmal ins Peterpans Office, weil ich noch eine kurze Frage hatte. Auf dem Rückweg zum Hostel bin ich von einem Typ angesprochen worden. Ein irischer Backpacker, der mittags um eins betrunken durch die Stadt gelaufen ist und mich mit zu sich nach Hause nehmen wollte. Ich hab fast 2 Stunden gebraucht, um ihn abzuschütteln. Irgendwann hat er dann wohl gemerkt, dass er bei mir nicht landen kann und hat sich ins erstbeste Taxi gesetzt und ist weggefahren. Wer ist denn bitte mittags um eins immer noch betrunken?

Da ich so müde war, bin ich wieder zurück ins Hostel gelaufen und hab mich für 2 Stunden hingelegt. Ich hab mir den Wecker für 16:00 Uhr gestellt und bin dann wieder losgelaufen. Ich wollte die Oper bei Nacht sehen. Da die Uhr eine Nacht vorher umgestellt wurde, wird es gegen halb sechs schon dunkel. Ich bin dann wieder die komplette Pitt Street von ganz unten nach ganz oben gelaufen und hab vergebens den Eingang zur berühmten Harbour Bridge gesucht. Ich bin einmal um den Anfang der Brücke rumgelaufen bis ich endlich eine kleine Treppe entdeckt hab. Ich wollte die Oper auch mal von der Brücke aus sehen und bin auf dem Fußgängerweg fast bis auf die andere Seite der Brücke gelaufen und hab wieder Millionen Fotos gemacht. Auf der Brücke war die Hölle los. Da waren fast mehr Fußgänger und Jogger unterwegs als Autos. Wieder zurück bin ich dann wieder an meinen Lieblingsplatz auf der anderen Hafenseite der Oper gegangen und hab gewartet bis es dunkel wird. Ich muss ja sagen, dass die Oper bei Nacht auf meinen Fotos besser aussieht als in echt. Ich hab mir die Beleuchtung anders vorgestellt. Es war nur ganz leicht bläulich beleuchtet. Aber nicht so, wie man das von Bildern kennt. Nachdem ich wieder Millionen Fotos gemacht hab (wahrscheinlich bestehen meine Australien-Fotos dann nur aus Fotos von der Oper), hab ich mich auf den Rückweg gemacht. Im Reiseführer hab ich gelesen, dass in Kings Cross ein riesiges Coca-Cola Sign steht (soll irgendwas mit Hollywood zu tun haben), dass man sich aber besser bei Nacht anguckt. Also bin ich da auch noch hingelaufen. Leider sah die Strecke auf der Karte nicht so weit aus. Ich bin gelaufen und gelaufen und gelaufen. Irgendwann hab ich dann das Coca-Cola Schild gesehen, aber es stand irgendwo auf einem Berg. Ich musste also noch den ganzen Berg hochlaufen. Oben angekommen hab ich das Schild ein paar Mal fotografiert und gefilmt und bin dann wieder zurück gelaufen. So eine lange Strecke für ein paar Fotos. Aber wenigstens hat sichs gelohnt. Als ich wieder im Hostel angekommen bin, war ich fix und fertig und hab mir üble Blasen gelaufen. Da es so heiß ist in Australien, wollte ich nicht meine dicken Wanderschuhe anziehen. Hätte ich mal lieber gemacht. Nach 8 Stunden laufen an dem Tag, wollte ich nur noch ins Bett. Emma hat mich gefragt, wo ich herkomme. Als ich ihr gesagt habe, wo ich heute überall hingelaufen bin, hat sie nur mit dem Kopf geschüttelt und gemeint, ich hätte mir doch ein Taxi nehmen sollen. Kings Cross wäre doch viel zu weit zum Laufen. Ja, das hab ich dann auch festgestellt. Sie fährt überall mit dem Taxi hin, aber da ist mir das Geld ehrlich gesagt zu schade.

Nach einer ewiglangen Dusche (wir haben ein eigenes Bad im Zimmer und müssen ausnahmsweise mal kein Bad mit 80 anderen Leuten teilen) bin ich dann ins Bett gefallen und hab total gut geschlafen.

Am nächsten Morgen musste ich auschecken. Da mein Bus nach Byron Bay erst abends um zehn ging, hab ich im Hostel mein Gepäck in ein Schließfach eingeschlossen und bin nochmal durch Sydney gelaufen. Der Italiener in meinem Zimmer hat mir erzählt, dass im Botanischen Garten ganz viele große Fledermäuse in den Bäumen hängen würden. Da mein erstes Erlebnis im Botanischen Garten nicht ganz so toll war, hab ich einen zweiten Versuch in Kauf genommen.

Dort angekommen, hab ich die „Flying Foxes“ auch schon von weitem gehört. Die schreien ganz schön laut. Als ich dann drinnen war, hab ich mich erst mal nach Spinnen umgeguckt und nachdem ich keine gesehen hab, konnte ich mich auch auf die Fledermäuse konzentrieren. Die waren wirklich riesig und haben alle in den Bäumen gehangen. Ich hab ein paar Fotos gemacht und bin dann einmal durch den Botanischen Garten gelaufen. Natürlich hab ich wieder ein paar Spinnen gesehen, aber diesmal nur Kleine (die ja am giftigsten sein sollen). An eine hab ich mich sogar näher ran getraut für ein Foto. Die sah schon total giftig aus. Nachdem ich eine Weile gelaufen bin, bin ich wieder an der Oper raus gekommen. Ich hab noch mal Millionen Fotos gemacht und hab mich dann auf meinen Lieblingsplatz mit Blick auf die Oper in die Sonne gesetzt und gelesen. Irgendwann wurde es mir zu heiß und ich hab mich auf den Rückweg zum Hostel gemacht. Auf dem Weg dahin hab ich mich noch eine Weile in einen Park in den Schatten gesetzt und eine Weile gedöst. Da meine Füße noch vom Vortag wehgetan haben, wollte ich nicht noch mehr laufen und ich hab den restlichen Tag im Hostel verbracht. Abends bin ich dann nochmal in einen Supermarkt gelaufen und hab dann auf den Bus gewartet. Im Hostel hab ich dann nochmal das Hostel in Byron Bay angerufen. Hier in Australien muss man alles, was man gebucht hat, 48 Stunden vorher noch mal telefonisch bestätigen. Und da ich nur die neuseeländische SIM-Karte hab und mir das zu teuer ist, muss ich immer eine Gelegenheit zum Telefonieren finden. So doof! Ich hab die Unterkünfte, Touren, Busse alle gebucht und schon bezahlt, also warum soll ich das nochmal bestätigen??? Geht mir nicht in den Kopf. Naja, gut! Im Hostel in Byron Bay hatten sie auf jeden Fall keine Buchung mit meinem Namen vorliegen und die Frau am Telefon war total unfreundlich und hat mich abgewimmelt und einfach aufgelegt. Fing ja schon mal gut an! Ich hab dann im Peterpans Office angerufen und tatsächlich abends um halb acht noch jemanden erreicht. Ich hab ihnen die Situation erklärt und der Typ meinte, er klärt das und ruft mich zurück. Als er dann um halb neun immer noch nicht angerufen hat, hab ich nochmal im Office angerufen und er meinte, er konnte mich nicht erreichen. Ja, lag wohl daran, dass ich eine neuseeländische Nummer hab, was ich aber auch in meinen Unterlagen angegeben hab. Die Sache war also geklärt und meine Übernachtung ist gesichert. Danach musste ich nochmal in Byron Bay anrufen, um denen mitzuteilen, wann der Greyhound Bus in Byron ankommt, damit die mich mit einem Shuttle abholen können.

Gegen neun hab ich meine Sachen aus dem Schließfach geholt und bin zur Bushaltestelle gelaufen. Pünktlich um zehn ist der Bus losgefahren. Die Fahrt hat über 12 Stunden gedauert und war einfach nur ätzend. Ich hatte kaum Platz für meine Beine, weil der Vordermann seinen Sitz soweit zurück gemacht hat. Meine Knie taten irgendwann weh, weil ich die Beine nicht ausstrecken konnte und im Sitzen zu schlafen ist auch nicht so einfach. Also im Flugzeug ist mir das leichter gefallen. Ich hab also in der Nacht kaum geschlafen und mir hat alles wehgetan. Aber immerhin kann ich mit den Übernacht-Bussen Zeit und Geld für eine Unterkunft sparen. Ich war froh als ich dann gegen halb elf morgens endlich in Byron Bay angekommen bin. Dort hab ich dann einen Shuttle-Bus ins Backpackers Inn (das einzige Hostel in Byron Bay, dass direkt am Strand ist) genommen und wollte nur noch ins Bett. Da ich wieder überall mit Klimaanlagen bombadiert wurde (im Hostel in Sydney, im Bus...), war ich natürlich wieder mal krank und wenn man dann die ganze Nacht nicht geschlafen hat, könnt ihr euch ja vorstellen wie ich mich gefühlt hab. Ich hab mich dann erst mal ins Bett gelegt und 2 Stunden geschlafen. Danach musste ich unbedingt nochmal an den Strand und durch die Stadt laufen. Eigentlich war mir überhaupt nicht danach, aber ich hatte nur einen halben Tag zur Verfügung. Ich bin also zum Strand gelaufen und hab mich da ein bisschen in den Sand gesetzt. Nach einer Weile bin ich dann durch den kleinen Ort gelaufen und war dann gegen Abend wieder im Hostel. Nachdem ich für eine Stunde den aufgeblasenen, eingebildeten und arroganten Backpackern zugehört hab, bin ich dann wieder ins Bett gegangen. Vorher war ich noch an der Rezeption und hab gefragt, ob ich mein Pfand für den Schlüssel wiederbekommen kann, weil ich am nächsten Morgen um 06:45 Uhr meinen Bus kriegen müsste und die Rezeption macht erst um acht auf. Daraufhin wurde ich gleich wieder zusammengestaucht, dass der Shuttle-Bus um diese Uhrzeit noch nicht fährt. Ich wollte lediglich wegen meinen Zimmerschlüsseln fragen. Ich hab am Noticeboard schon die Zeiten gelesen, wann der Shuttle-Bus fährt. Mein Gott, wie kann man so unfreundlich sein. Ich hab mein Geld zurück bekommen und sollte den Schlüssel am nächsten Morgen in einen Briefkasten werfen. Ich war echt froh, dass ich am nächsten Morgen da wieder weg konnte. Byron Bay ist ein wirklich schönes kleines Örtchen, aber in dem Hostel hab ich mich total unwohl gefühlt. Ich bin dann um acht wieder ins Bett und am nächsten Morgen um kurz nach sechs losgelaufen, damit ich rechtzeitig an der Bushaltestelle bin. Mit dem ganzen Gepäck braucht man doch länger mit Laufen als ohne.

Dann gings auch schon weiter nach Noosa...


Der Bericht folgt bald! Hoffe, dass ich bei meiner anstrengenden Reise ein bisschen mehr Zeit finde, zu schreiben. Ich hab wirklich total viel erlebt die letzten Tage!


Bis bald!



Eure Anni


12.4.12 04:33

bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Mama (12.4.12 15:27)
Hallo mein Schatz,

ich kann nur sagen "ICH BIN STOLZ AUF DICH". Wie Du das alles meisterst und war Du alles erlebst!!!
Viel Spaß noch beim Reisen durch Australien.

Ich hab Dich lieb!
Deine Mama

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