Neuseeland

AM ANDEREN ENDE DER WELT
 
 

Back in Auckland

 

Nachdem wir in Taupo losgefahren sind, haben wir ungefähr 3 Stunden nach Auckland gebraucht. Gegen Mittag sind wir bei strömendem Regen angekommen. Wir haben von Taupo aus schon 5 Nächte im Silverfern Backpackers gebucht. Das ist ein ganz neues Hostel. Und dafür, dass es mitten in der Stadt ist, sind 19$ pro Nacht eines der günstigsten Hostels in Neuseeland. Und Frühstück von 08:00 bis 09:00 Uhr ist auch inklusive.

Am Tag unserer Ankunft haben wir nicht ganz so viel gemacht wegen dem schlechten Wetter. Wir sind nur mal in die Stadt gelaufen und haben im IEP-Office das kostenlose Internet genutzt und ENDLICH unsere Weihnachtspakete (!) dort abgeholt. Kurz nachdem wir in Hastings abgereist sind, kam jeweils für Dani und mich noch Post an. Alisa hat uns die Sachen dann ans IEP-Office nach Auckland geschickt. Und fast 3 Monate nach Weihnachten noch Pakete zu bekommen ist auch ganz schön.

Vielen Dank Geda! Hab mich wirklich gefreut und der Inhalt deines Paketes war wirklich sehr lecker! Die Plätzchen und Lebkuchen konnte ich leider nicht mehr essen, aber der Rest war gut.

Lena und Wera (eine Freundin von Lena) waren zufällig auch in Auckland, wollten aber am nächsten Morgen abreisen und weiter nach Kerikeri fahren. Also haben wir uns abends nochmal zum Essen gehen getroffen. Lena und Wera haben die Tage vorher schon einen Thailänder ausgesucht und dort einen Tisch reserviert. Gegen sieben haben die beiden uns abgeholt und wir sind ganz lecker Essen gegangen. Und wir konnten mal wieder den neuesten Reisestand austauschen. Nach dem Essen sind wir noch in eine Bar gegangen und haben noch was getrunken.

Danach haben uns Lena und Wera wieder ans Hostel gefahren und wir haben uns zum x-ten Mal (diesmal) endgültig voneinander verabschiedet.


Als wir am nächsten Tag aufgestanden sind, hat die Sonne wieder geschienen und das ist auch für den Rest unseres Auckland-Aufenthaltes so geblieben.

Wir haben viel Zeit im Hostel verbracht und sind ab und zu mal ins City Center gelaufen und ich hab in den ersten Tagen ganz viele Hostels abgeklappert und hab Zettel dort aufgehängt wegen meinem Auto. Leider hatte sich bis dahin immer noch niemand gemeldet.

Freitags sind wir mit einem kostenlosen Shuttle-Service ins DressSmart Outlet Shopping Centre gefahren. Dort haben wir gleich im Esprit-Laden ein Superschnäppchen gemacht. Leider (oder besser Gott sei dank) war das alles, was günstiger war. Im Converse-Laden hatten sie auch super Outletpreise, aber ich war standhaft und hab mir nicht noch ein paar Schuhe gekauft. Nach ungefähr 2 Stunden sind wir wieder mit dem Shuttle zurück gefahren und haben nicht mehr viel gemacht, da wir am nächsten Morgen früh raus mussten.


Nachdem um 06:00 Uhr der Wecker geklingelt hat, haben wir uns angezogen und schnell gefrühstückt. Um 08:00 Uhr hat der Saturday-Carmarket angefangen. Wir waren pünktlich und ich musste erst mal 25$ bezahlen, damit ich mich überhaupt da hinstellen darf. Da schon einige Leute mit ihren Autos da standen, hab ich mir keine guten Chancen ausgerechnet.

Gegen zehn sind dann die ersten Leute eingetroffen, die ein Auto kaufen wollen. Ein Asiate kam gleich zu meinem Auto (asiatische Marke), hat ein paar Fragen gestellt, sich alles genau angeguckt und ist wieder gegangen. Danach hat er sich noch mehr Autos genauer angeguckt und Daniela und ich haben ihn in Gedanken bearbeitet, damit er wieder zurück kommt. Irgendwann ist Daniela zur Tankstelle gelaufen, weil sie aufs Klo musste. Da kam der Asiate zurück und wollte eine Probefahrt machen. Also sind wir losgefahren und nachdem wir wieder auf dem Parkplatz angekommen sind, hat er gesagt, er würde das Auto gerne kaufen, müsste aber noch auf die Bank. Ich hatte das Auto für 2.200$ auf dem Carmarket stehen und er hat mich auf 2000$ gedrückt. Was ja auch in Ordnung war – ich hab ja auch nur 2000$ bezahlt.

Auf dem Carmarket stand noch ein Wohnwagen mit einem Mechaniker, bei dem man die Autos durchchecken lassen kann. Da er das Auto checken lassen wollte, musste er sowieso nochmal 100$ an den Mechaniker bezahlen. Während das Auto durchgecheckt wurde, ist der Asiate zur Bank gelaufen. Irgendwann kam der Mechaniker und hat gefragt, was den passiert wäre. Der Unterboden wäre total verbogen. Ich hab ihm gesagt, dass ich ein paar Felsbrocken (in Taupo) übersehen hab. Ich hab ihm auch erzählt, dass ich es hätte checken lassen (was ja gar nicht stimmt) und dass der Mechaniker gesagt hat, es wäre in Ordnung. Er meinte dann, dass es auch in Ordnung ist, aber wenn mit dem Auto ein Unfall passiert, könnte es sehr gefährlich werden. Ich hab nur geschluckt und als er meinen Blick gesehen hat, meinte er, dass er das dem Asiaten nicht verraten wird. !!! Der Asiate bezahlt den Mechaniker, um das Auto durchchecken zu lassen und der Mechaniker verrät ihm nicht das wichtigste Detail??? Wie fies ist das denn? Ich meine, für mich wars ja gut, aber das ist schon ein Unding!

Irgendwann kam der Asiate wieder und meinte, dass (Samstag!) die Bank nicht offen hat. Der Mechaniker hat uns dann erklärt, wo die nächste Bank ist, die geöffnet hat. Wir sind also zu dritt dort hingefahren, der Asiate hat das Geld geholt. Wir haben Papiere und Geld ausgetauscht und dann hat er uns noch zurück zum Hostel gefahren. Ja, und dann war mein Auto weg. Ich war total erleichtert – viel Zeit hatte ich ja nicht mehr und mein Auto war das erste, was an dem Tag auf dem Carmarket verkauft wurde. Also hatte uns das Glück doch nicht völlig verlassen. Da wir damit gerechnet haben, den ganzen Tag auf dem Carmarket zu stehen, hatten wir wenigstens noch einen schönen, freien Tag.


Montags sind wir dann ins Brown Kiwi umgezogen. Da das Silverfern nur für 5 Nächte für 19$ zu buchen geht und man danach upgraden muss in ein teures Zimmer, haben wir gesagt, dass wir das nicht einsehen und sind ins Brown Kiwi umgezogen. Das Hostel ist zwar außerhalb in einem Vorort von Auckland, aber man kann in 20 Minuten in die Stadt laufen und Lena hat uns das Hostel, dass von einem schwulen Pärchen geführt wird, wärmstens empfohlen.

Wir haben also montags unsere Sachen im Silverfern gepackt und mussten (das erste Mal seit unserer Reise) unser Gepäck schleppen. Es war die Hölle. Ich hatte vorne den kleinen Rucksack, hinten den großen Rucksack und 2 volle Taschen in beiden Händen. Wir mussten alle paar Minuten stehen bleiben und Pause machen und dann haben wir uns auch noch verlaufen. Ich bin fast durchgedreht. Irgendwann hatten wir die Schnauze voll und wir sind an die nächste Bushaltestelle gelaufen. Dort sind wir in einen Bus eingestiegen und haben gesagt, wo wir hin wollen. Der Busfahrer meinte bloß, dass es nur den Berg hoch ist und dann wären wir da. Aber wir wollten nicht noch einen Berg hoch laufen. Wir haben bezahlt und erleichtert unser Gepäck fallen lassen. Nachdem wir an unserer Haltestelle ausgestiegen sind, waren wir froh, dass wir mit dem Bus gefahren sind. Der Berg war nicht nur steil, sondern auch ewig lang. Da hätten wir unser Gepäck nicht schleppen wollen. Endlich im Hostel angekommen, haben wir eingecheckt und erst mal unser Gepäck abgeladen.

Einen Tag vorher waren wir bei einer billigen Thai-Massage und haben uns Nacken und Schultern massieren lassen. Tja, das hätten wir mal besser einen Tag verschoben. Da ich meinen Rucksack in der Eile auch noch falsch gepackt hab (schön die schweren Sachen nach oben statt nach unten) hatte ich natürlich meine Last und mir haben Schultern und Nacken so wehgetan, dass ich meinen Kopf für eine Weile nicht mehr bewegen konnte.

Dienstags sind wir mit der Fähre nach Devonport gefahren (ein ganz süßer Vorort von Auckland) und sind da ein bisschen durch die Stadt und am Meer entlang geschlendert. Mittags waren wir wieder in Auckland und sind da auch noch ein bisschen am Hafen entlang gelaufen. War total schön, aber es war schon wieder viel zu heiß, um sich groß zu bewegen. Ich weiß, uns kann man nix recht machen. Nein, ich war ja froh über das schöne Wetter.


Mittwochs haben wir den Tag im Hostel mit Lesen und Wäsche waschen verbracht und abends sind wir nochmal mit dem Bus nach Auckland gefahren und haben uns mit Mareen getroffen. Eine Freundin von Lena, die am nächsten Tag heimfliegen sollte. Lena hatte uns noch eine Tasche gegeben, die wir Mareen geben sollen, wenn sie in Auckland ist. Wir sind mit Mareen und irgendeinem Argentinier, den sie aufgegabelt hat, noch ein Bier trinken gegangen und haben uns dann verabschiedet. Dani und ich sind dann endlich mal auf den Skytower hochgefahren. Eigentlich wollten wir beide das nicht machen, weil es so teuer ist. Aber ich finde, man sollte doch schon mal auf das höchste Gebäude der ganzen Südhalbkugel hochfahren, wenn man schon mal da ist. Und 28$ war jetzt auch nicht soooo teuer. Wir sind extra gegen Abend hochgefahren, damit wir Auckland im Hellen und im Dunklen sehen können. War total schön, aber irgendwann wurde es mir zu langweilig und ich bin wieder runter gefahren und hab unten auf Dani gewartet.

Donnerstags haben wir wieder im Hostel verbracht und sind abends nochmal zum Abschluss essen gegangen. Nach so einer langen Zeit ist unser letzter gemeinsamer Tag in Neuseeland gekommen. Nach dem Essen sind wir noch in eine Cocktailbar gegangen und haben noch einen Cocktail getrunken. Danach gings wieder zurück zum Hostel.


Ich hab dann am nächsten Morgen ausgecheckt (Dani ist noch 2 Nächte länger geblieben) und wir sind zusammen in die Stadt gefahren (wieder mit dem Bus). Als wir auf dem Weg zur Bushaltestelle waren, hat eine Frau mit ihrem Auto angehalten und gefragt, ob sie uns mitnehmen kann. Wir haben uns bedankt und gesagt, dass wir mit dem Bus fahren. Ich glaub, da muss ich mich erst wieder dran gewöhnen, wenn ich in Deutschland bin. Dort bekommt man höchstens einen müden Blick, wenn man mit Gepäck durch die Straßen läuft und in Neuseeland wird man gefragt, ob man Hilfe braucht.

Im City-Center hab ich dann mein Gepäck im IEP-Office abgegeben und Dani und ich sind nochmal an den Hafen und haben ein Eis gegessen und sind noch ein bisschen die Queen Street hoch und runter gelaufen.

Als es Zeit wurde, hab ich mein Gepäck wieder geholt und wir sind an die Bushaltestelle gelaufen. Dort haben wir auf meinen Bus gewartet. Als er dann kam, haben wir uns voneinander verabschiedet (diesmal ohne Tränen) und ich bin mit dem Bus Richtung Flughafen gefahren.

Dort hatte ich in der Skyway Lodge ein Zimmer gebucht. Da mein Flug frühs um 08:00 Uhr ging, wollte ich nicht versuchen, um fünf Uhr morgens aus der Innenstadt raus kommen. Von der Skyway Lodge fährt man nur 5 Minuten und die haben einen Airport-Shuttle für 5$.

Den Rest des Tages hab ich mit Lesen verbracht, damit ich mein Buch fertig bekomme und nicht mitschleppen muss. An dem Tag bin ich früh ins Bett gegangen, da mein Wecker um 04:45 Uhr klingeln sollte. Aber schlafen konnte ich trotzdem nicht wirklich (wahrscheinlich vor lauter Angst, dass ich verschlafe und meinen Flug nach Sydney verpasse).

Ich hab natürlich nicht verschlafen und war pünktlich am Flughafen, hab bei Virgin Australia eingecheckt und gewartet bis mein Flug geht.

Pünktlich um 08:00 Uhr ist das Flugzeug gestartet und ich war in der Luft für mein nächstes Abenteuer.


Aber das wars erst mal für diesen Bericht. Für Australien werd ich dann einen neuen Eintrag schreiben.


Bis bald!


Eure Anni







7.4.12 12:52

Letzte Einträge: Südinsel, Rest der Südinsel und "back to North Island"..., Woofing Part II, Australien, East Coast

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